Der MVP hat noch nicht genug

"I'll see you guys next year. Hopefully I'm not at this event and we're getting ready for another game at SoFi."

Es ist offiziell, Matthew Stafford ist der Most Valuable Player der Saison! Und diese Bühne nutzt er, um uns allen endgültig Gewissheit zu geben, dass er uns noch ein weiteres Jahr erhalten bleibt:

17 Jahre hat er auf diesen Moment warten müssen. Die Wahl war denkbar knapp. Er bekam 24 von 50 Erststimmen, während Drake Maye 23 davon bekam. Am Ende waren es 366 zu 361 Punkte zugunsten Staffords. Er hat es uns und allen anderen bewiesen, dass er es auch im "hohen" Alter noch drauf hat. Mit 4.707 Yards warf er die meisten der Liga und auch seine 46 Touchdowns sind unangefochten. Er hat ganze 12 Touchdowns mehr als sein erster Verfolger Jared Goff, der auf 34 Pässe in die Endzone kommt. Nachdem Stafford zwischendurch diese lange Phase ohne eine einzige Interception hatte, standen am Ende der Saison insgesamt 8 zu Buche.

Es ist unbestritten, wie wichtig Stafford für das Team ist und die Nachricht, dass er noch ein Jahr dran hängt, lässt uns positiv in die Zukunft blicken. Nächstes Jahr steht eine besondere Saison an, denn der Superbowl kommt wieder ins Sofi-Stadium zurück. Was wäre das für eine Geschichte, wenn wir einen weiteren Ring zuhause im eigenen Stadion holen würden. Die Bedinungen dafür sind gegeben: Puka Nacua bildet weiterhin ein Traum-Duo mit Stafford und unsere Redzone-Waffe Davante Adams hat ebenfalls noch eine Saison in seinem Vertrag stehen. Leider haben wir mit Mike LaFleur unseren Offensive Coordinator verloren, aber ich bin mir sicher, dass das Team in der Offseason einen würdigen Ersatz finden wird. Apropos Offseason, wir haben dieses Jahr zwei First-Round Picks. Die Atlanta Falcons überlassen uns den 13ten Pick im Draft, ehe wir selbst dann an 29. Stelle picken dürfen. Es ist also Potenzial da, nächstes Jahr wieder im eigenen Stadion den Superbowl zu bestreiten.

Matthew Stafford ist nicht nur auf dem Platz ein weltklasse Spieler, auch neben dem Platz ist er ein super Mensch. Mit seinen vier Töchtern und seiner Frau Kelly sind sie wohl aktuell die süßeste Familie im American Football Universum. Letztes Jahr haben wir sie in London sehen dürfen, auch dieses Jahr geht es für die Rams wieder International. Leider allerdings nicht nach Europa - der Weg nach Melbourne ist dann sogar noch umständlicher, als 12 Stunden nach Los Angeles zu fliegen. Wie die Tage bekannt wurde, werden unsere Rivalen aus San Francisco der Gegner in Australien sein. Wir dürfen uns also auf ein Jahr ohne Niners-Invasion im SoFi freuen!

Ob wir direkt unseren Saisonstart in Australien machen, bleibt abzuwarten. Jetzt können wir erstmal beruhigt in die Off-Season gehen, uns bei Stafford und dem Team für eine tolle Saison bedanken und am Sonntag den Superbowl ganz ohne Nervenzusammenbruch anschauen.

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